Klassische Homöopathie


 

Das höchste Ideal der Heilung ist eine schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfang, auf dem kürzesten, zuverlässigsten und unnachteiligstem Weg, nach deutlich einzusehenden Gründen.

 

(Organon der Heilkunst, §2, Samuel Hahnemann)

 

 

Am 10. April 1755 wird der Begründer der Homöopathie, Christian Friedrich Samuel Hahnemann in Meißen geboren.

 

Hahnemann, der Medizin studiert und unter anderem als Arzt, Chemiker und Übersetzer gearbeitet hat, war mit den damaligen Behandlungen wie Aderlass oder Quecksilberanwendungen nicht wirklich zufrieden und suchte nach einer sanfteren Methode.

1790 zählt mit dem Chinarindenversuch als die Geburtsstunde der Homöopathie.

Hier entdeckte er in einem Selbstversuch, dass er durch die Einnahme von wenig Chinarinde über einige Tage Symptome einer Malaria entwickelt, ohne dabei selbst an Malaria zu erkranken. Der Arzneistoff löst am Gesunden also ähnliche Symptome aus wie die, an denen der Kranke leidet.

 

Das Ähnlichkeitsprinzip war geboren:

 

Similia similibus curentur = Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt

 

 Um auf das ähnlichste Mittel zu kommen, beginnt die homöopathische Behandlung mit einer ausführlichen Erstanamnese. Also einer Erfragung aller Symptome.

 Dabei werden sowohl Ihre aktuellen Beschwerden, als auch die Allgemeinzeichen erfragt.

 Dies dauert je nach Komplexität der Symptome etwa 2 3 Stunden.

 

Um diese Zeit etwas abzukürzen, ist es von Vorteil, wenn man sich als Patient schon im Vorwege überlegt, mit welchen Beschwerden man kommt. Auch ist es hilfreich, wenn Sie sich Ihre bisherige Krankengeschichte und eventuelle Nebendiagnosen notieren. Dann wird während der Anamnese kein wichtiges Detail vergessen.

 Aber das sage ich Ihnen alles noch vor Ihrem Termin.

 

Danach erfolgt die Repertorisation, also das Auffinden des Mittels, welches der Gesamtheit der geschilderten Symptome am ähnlichsten ist. Dafür müssen Sie nicht anwesend sein, das mache ich im Anschluss an unseren Termin.

 Sobald ich mich für ein Mittel entschieden habe, werde ich mich bei Ihnen melden. In der Regel benötige ich dafür 2 – 3 Tage.

 Je nach Symptomenbild kommt es 2 – 4 Wochen später zu einem Folgetermin. Wir werden gemeinsam begutachten, was sich seit der Mitteleinnahme verändert hat und werden das weitere Vorgehen miteinander besprechen und festlegen.

 Meist sind am Anfang nach der ersten Mittelgabe noch häufigere Rückmeldungen nötig, die dann im Verlauf in immer größeren Abständen verlaufen.

 

 

 

Die klassische Homöopathie wird von der evidenzbasierten Medizin aufgrund fehlender wissenschaftichen Beweise abgelehnt.